Diskussion:Große FS-Projekte

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Strukturierung

Ich wäre dafür nicht eigene Seiten für die einzelnen Projekte zu machen (dafür kann man gut auf Wikipedia verlinken), sondern hier nur tabellarisch die Daten, die ja unten schon dastehen zusammenzutragen. Es ist doch eher die Ausnahme, dass man Vorgänge in einzelnen Projekten unter dem hier interessierenden Aspekt lang und breit darstellen muss. Aber eine tabellarische oder summarische vergleichende Darstellung wäre nicht schlecht. Benni 13:33, 12. Apr 2006 (CEST)

Ja, denke auch – so eine Übersicht wäre schön, aber Einzelartikel würden im Grunde die Wikipedia duplizieren. Hab die Links mal auf die WP umgebogen und den Text unten gemäß deinem Vorschlag geändert. --Christian 12:49, 13. Apr 2006 (CEST)

Ich mag kleine Seiten lieber, auf denen Inhalt gesammelt wird. Es muss ja nichts gedoppelt werden. Wenn aber wirklich gearbeitet werden soll, dann kann für einzelne Seiten das Kategoriesystem für unterschiedliche Bearbeitungstadien etc eingesetzt werden. Diese selbszumachende Verlinkung mit benannten Links finde ich persönlich mangelhaft. Ich habe auch keine Lust in elend langen Tabellen herumzueditieren.

Was spricht den gegen einzelne Arbeitsblätter für die einzelnen Projekte ? Wenn das hier ein Forschungsvorhaben ist, kann ich doch nicht als erstes die Auswertung anfangen ?

Nun, vielleicht kann man sich ja mal einigen, dass man erstmal mit einer Seite anfängt und dann sieht, wie das passt. Umgekehrt erst hundert Seiten anlegen und dann Inhalt ist halt keine gute Strategie glaub ich. Benni 18:09, 13. Apr 2006 (CEST)

Soweit ich quergelesen habe, hat Wikipedia nichts zu bieten zu Entscheidungsstrukturen, Forks, Problemen, Infrastruktur etc. Thomas Kalka 14:53, 13. Apr 2006 (CEST)

Ich sehe die Wikipedialinks hauptsächlich dafür, was das überhaupt für Projekte sind. Wenn das alles schon so bekannt wäre in der Summierung, bräuchten wirs ja nicht mehr machen ;-) Benni 18:09, 13. Apr 2006 (CEST)
Zumindest für einige Projekte (z.B. KDE) hat die Wikipedia schon Infos zu Entscheidungsstrukturen, hab mich da für den entsprechenden Artikel auch teilweise drauf gestützt; und zumindest die größeren Forks sind meist im Absatz „Geschichte“ zu finden (z.B. der NetBSD/OpenBSD-Split). Da könnte man sicher noch einiges ergänzen, ob man das dann hier macht oder dort ist letztlich eine Geschmackssache. --Christian 11:45, 14. Apr 2006 (CEST)

Entwickleranzahl

Wie soll man die messen? Es ist ja eher die Ausnahme, dass es da eine definierte Zugehörigkeit gibt (so wie bei Debian). Je nachdem ob nur Kernentwickler zählen oder auch Leute, die nur einzelne Patches beitragen kommen da massiv unterschiedliche Sachen bei raus. Vielleicht ist als Maß für die Größe eines Projektes eher so etwas wie Codezeilen geeignet? Ja, das hat auch viele Probleme, ich weiss.

Generell: Wenn wir das hier wirklich durchziehen, käme da eine richtige ernstzunehmende "Studie" bei raus, mit der wir ziemlich gut Werbung machen könnten ;-) Benni 13:39, 13. Apr 2006 (CEST)

Ja, die Anzahl dürfte tatsächlich schwer zu messen sein, es ja da ja von „Kernentwickler“ bis „hat mal nen Bug reported“ ein sehr breites Spektrum mit fließenden Übergang gibt. Größe z.B. in Codezeile ist da eine sehr viel klarer definierte Kategorie, hab sie mal aufgenommen. --Christian 14:36, 13. Apr 2006 (CEST)

Wenn die Versionsgeschichte zugänglich ist, kann einfach aufgrund der Commits unterschieden werden, ob es sich um regelmäßig Beitragende handelt. Falls es automatisch möglich ist für CVS, Subversion etc durchzugehen, wer wann was commited, könnte daraus eine Statistik gemacht werden, anhand derer sich dann beschreiben lässt, wer dazu gehört und wer nicht. Eine einfach zugägnliche Zahl könnte auch die Zahl der Entwickler sein, die Schreibrecht im Repository haben. Thomas Kalka 14:50, 13. Apr 2006 (CEST)

Hm, ersteres ist aufwendig. Es gab aber glaub ich sogar schon mal eine Studie, die sowas gemacht hat, vielleicht könnte man da auf schon geleistetes aufbauen, aber nur für Linux glaub ich. Leider hab ich keine Quelle zu bieten. Schreibrecht im Repository funktioniert nicht, weil das schon eher Teil der internen Hierarchie ist, wer das kriegt und wer nicht. Ausserdem gibt es auch Versionskontroll-Systeme, wo man das garnicht mehr braucht (gnu-arch zB.). Ausserdem ist zu bedenken, dass jemand sehr wohl Kernentwickler sein kann, ohne viel im Repository zu schreiben. Coden ist nicht alles (Vielmehr ist das schon eine verfäschende Sicht - steht ganz gut in dem Link, den ich in Blinde Flecke angegeben hab). Benni 18:07, 13. Apr 2006 (CEST)

Vorgehen

Hat hier jemand Zeit, wirklich alles selber zusammenzutragen, was wesentlich ist ? Ich für meinen Teil würde viel lieber einen detailierten Fragebogen erarbeiten und dann entweder echte Interviews oder computergestützte Interviews mit Menschen führen, die sich in den entsprechenden Projekten auskennen. Um wirklich die Entscheidungsstrukturen zu kennen, muss jemand doch eine ganze Weile in den Projekten involviert sein. Außerdem sollte es mehrere Interviews geben, von Menschen, die sich gut in dem Projekt aufgehoben fühlen, und Menschen, die kritisch dazu stehen.

Imho wäre also ein nützliches Vorgehen:

  • erstellen eines Interview-Fragebogens zu Fragen der Organisation/Entscheidungsstrukturen in GFSP
  • Suche nach und Kontaktaufnahme mit Menschen, die die Projekte gut von innen kennen

Thomas Kalka 09:43, 14. Apr 2006 (CEST)

Das kann man machen, ist aber wohl der zweite Schritt. Ich denke man sollte erstmal die öffentlich zugänglichen Infos zu unseren Themen sammeln. Dann kann man auch konkreter auf das Projekt bezogen fragen, was man wissen will. Das wäre zumindestens mein Vorgehen, wenn ich Zeit hätte ;-) Fragebogen sind ausserdem sehr aufwendig, insbesondere wenn man es gut machen will, das unterschätzt man leicht. Im Grunde sind wir ja nicht in der Situation, dass wir es uns aussuchen könnten. Wir sollten einfach sehen, dass wir hier alle Infos zusammenkratzen, die wir kriegen können angesichts der allgemeinen Zeitknappheit. Es ist also so wie immer: Es wird so gemacht, wie es jemand macht ;-) Benni 10:18, 14. Apr 2006 (CEST)
Würde mich Bennis Warnung vor Fragebögen anschließen – habe entsprechende Projekte verfolgt (wie Frauke Lehmanns Magisterarbeit und die WIDI-Studie) und kann nur bestätigen, dass man muss da viel Zeit und Gehirnschmalz investieren muss, um zu aussagekräftigen Ergebnissen zu kommen, und man braucht einschlägige sozialwissenschaftliche Kenntnisse, die mir leider fehlen. Persönlich find ich das Thema auch nicht ganz so spannend, weil mich mehr die Fragen über Freie-Software-Projekte hinaus Richtung Übertragbarkeit und Freier Gesellschaft interesseren. Aber ich will niemand abhalten, und entsprechende neue Erkenntnisse fänd ich natürlich allemal interessant... --Christian 11:45, 14. Apr 2006 (CEST)

Lizenz

Bei der Lizenz interessiert doch eigentlich nur, ob es eine mit Kooperationszwang (GPL) oder ohne ist -- oder ? Thomas Kalka 10:47, 14. Apr 2006 (CEST)

„Kooperationszwang“ gibt es glücklicherweise auch bei der GPL nicht, aber ob Copyleft oder nicht ist wahrscheinlich der größte praktische Unterschied. Aber natürlich gibt es weitere Unterschiede zwischen Lizenzen, z.B. ob der Code unter GPL weiterverwendet werden kann oder nicht (GPL-Kompatilibität). Insofern fänd ich dann schon eine Nennung der Lizenz selber sinnvoll. --Christian 11:45, 14. Apr 2006 (CEST)