Diskussion:Hackerethik

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Ich komme nicht ganz mit mit der Parallelsetzung von Hackerethik und Selbstentfaltung. Vor allem, weil es da einen Kategorienunterschied gibt: Hackerethik ist ja ein normatives Konzept, Selbstentfaltung hingegen ja eher deskriptiv. Der Imperativ "Entfalte Dich selbst!" macht nicht so viel Sinn, oder? Benni 19:18, 19. Feb 2006 (CET)

Stimmt, aber eine deutliche Parallele sehe ich schon. Habe den Text umformuliert, um klarer zu machen, was ich meine, und dabei auch den Kategorienunterschied aufgegriffen (SE als ein Ziel von HE). --Christian 14:20, 20. Feb 2006 (CET)
Danke, viel besser. Benni 20:16, 20. Feb 2006 (CET)

Irgendwie scheint mir das idalisierend verklärt. Den Hacker hat es einerseits schon vor der freien Software gegeben, also verstehe ich nicht warum diese integraler Bestandteil sein solll. Andererseits ist eine starke externe Motivation die Reputation, also das Ansehen in der sozialen Gruppe der Gleichgesinnten, eventuell sogar die öffentliche Berühmtheit.

„Hacker“ als Selbst- oder Ehrenbezeichnung ist sehr eng mit der Entstehung Freier Software und deren Vorformen verbunden – der Begriff Hack/Hacker entstammt der „Hacker“-Community am MIT, aus der Richard Stallman kommt. Siehe dafür Steven Levys Buch. Und in diesem Artikel geht es ja nicht um die Motivation, warum „Hacker“ etwas tun, sondern um die ethischen Haltungen, die sie mit oft (natürlich nicht immer, und nicht alle, und nicht unbedingt allzu bewusst) mit ihrem Tun verbinden – insofern geht es da tatsächlich um ein „Ideal“, aber um eins, das von Hackern und Freie-Software-Entwicklern mehr oder weniger geteilt wird, und das es deshalb ermöglicht, viele Entwicklungen in der Freie-Software-Szene besser zu verstehen.
Das Streben nach Reputation, insbesondere wenn damit die Anerkennung durch Gleichgesinnte gemeint, steht zu dieser Ethik nicht im Widerspruch (im Gegenteil kann gerade der Wunsch nach Anerkennung durch Gleichgesinnte ein wichtiger Faktor für Menschen sein, sich gemäß der ethischen Überzeugungen dieser Gleichgesinnten zu verhalten, und fördert deshalb die Ausbreitung und Einhaltung einer Ethik). Tatsächlich wird die Rolle der Reputation als motivierender Faktor aber wohl eher überschätzt, wie empirische Studien zeigen, siehe dafür den Artikel über Motivation (vermutlich weil sie von Raymond so stark betont wurde, der sich um Empirie nicht bemüht hatte). --Christian 09:29, 25. Apr 2006 (CEST)