GFDL

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Die GFDL (GNU Free Documentation License) ist eine Copyleft-Lizenz für Freie Inhalte. Sie stammt aus dem GNU-Projekt und ist in erster Linie für Handbücher und andere Dokumentation zu Freier Software gedacht. Verwendet wird sie aber auch für andere Freie Inhalte, das bekannteste und größte Beispiel für GFDL-lizensierte Texte ist die Wikipedia.

Allerdings gibt es bei der GFDL mehrere problematische Punkte:

  • Die GFDL erlaubt die Definition von Textteilen, die weder geändert noch gelöscht werden dürfen ("Invariant Sections", "Cover Texts", "Acknowledgements", "Dedications"). Dies widerspricht strenggenommen den vier Freiheiten und führt auch zu praktischen Problemen (diese Textteile können irreführend oder veraltet sein, dürfen aber nicht geändert werden; bei Übersetzung in andere Sprachen muss der Originaltext zusätzlich abgedruckt werden u.ä.). In aller Regel wird allerdings auf die Definition solche Textteile verzichtet, dann fällt dieser Punkt in der Praxis nicht ins Gewicht.
  • Bei der Wiedergabe von GFDL-lizensierten Werken muss der gesamte Text der Lizenz mit wiedergegeben werden. Das macht die Nutzung von unter GFDL stehenden Texten in Print-Medien praktisch unmöglich und verhindert die sinnvolle Nutzung der Lizenz für Freie Musik, Freie Bilder oder Freie Filme.
  • Die GFDL inkompatibel zur GPL, der populärsten Copyleft-Lizenz: Werke die unter GPL stehen, können nicht mit unter GFDL stehenden Werken kombiniert werden, und andersherum.

Das Debian-Projekt betrachtet GFDL-lizensierte Inhalte ohne invariante Abschnitte als frei, andere als unfrei [1].

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