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Dies ist keine geschlossene Webseite, sondern ein offenes Wiki. Informationen zu Vorgehens- und Funktionsweise und sonstigen Meta-Themen gibt es im Community-Portal – wenn du selbst mitmachen willst, bitte besonders die Leitlinien beachten.

Beitragen statt tauschen: Die Peer-Ökonomie

Aus der Fragestellung dieses Wikis ist ein Buch hervorgegangen, das mittlerweile auf Englisch und auf Deutsch verfügbar ist. Es heißt im Original From Exchange to Contributions und auf Deutsch Beitragen statt tauschen und stammt von Christian Siefkes. Das Buch greift Fragen und Überlegungen auf, die hier im Wiki begonnen wurden, und führt sie weiter aus. Aus der Ankündigung:

[...] Es geht um die Frage nach dem Potenzial der peer production – der Art und Weise wie Freie Software und Freie Inhalte produziert werden. Wir wissen, dass diese neue Produktionsweise von großer Bedeutung ist, wenn es um Software und Inhalte geht – Erfolgsgeschichten wie die von GNU/Linux, Apache oder der Wikipedia sprechen hier eine deutliche Sprache. Aber ist diese Produktionsweise nur für Informationsgüter relevant? Oder hat sie das Potenzial für mehr, möglicherweise für eine Umwälzung der gesamten gesellschaftlichen Produktion? [...]

Sowohl die englische (PDF, 155 Seiten, lizensiert unter CC-BY-SA-NC) als auch die deutsche Ausgabe (PDF, 168 Seiten, lizensiert unter CC-BY-SA) sind online verfügbar. Wer Augen oder Drucker entlasten und/oder dem Autor etwas Gutes tun will, kann sich die gedruckte Taschenbuchversion bestellen, für die deutsche Ausgabe (16€) z.B. direkt beim Verlag (dort kommen noch 1,50€ Versandkosten hinzu).

Weitere Download- und Bestellmöglichkeiten sind im Peerconomy-Wiki zu finden: englische Startseite, deutsche Startseite. Dort gibt es auch weitere Materialien und Links zum Thema.

Worum geht es in diesem Wiki?

In diesem Wiki geht es um die Frage, inwiefern und auf welche Weise die (Arbeits-, Produktions- und Verbreitungs-) Prinzipien von Freier Software und Freien Inhalten in weitere Lebensbereiche übertragen werden können. Wie könnte eine Gesellschaft aussehen, die diese Prinzipien auch in Bezug auf die physische Welt anwendet, und wie kommen wir einer solchen Gesellschaft näher?

„Frei“ soll sich dabei nicht nur auf das Produkt (im Sinne der Free Software Guidelines) beziehen, sondern auch auf einen freien und selbstbestimmten Entstehungsprozess. Im Oekonux-Projekt wurde dafür der Begriff „doppelt freie Software“ geprägt. Aus den dort geleisteten Vorarbeiten ([1], [2], [3]) gehen einige Grundprinzipien hervor als Leitmotive für in diesem Sinne freie Gesellschaften:

  • keine künstliche Knappheit + Überwindung des Tauschprinzips: Informationen, Infrastruktur und Güter stehen, soweit möglich, frei zur Verfügung. Freies, voneinander unabhängiges, Geben und Nehmen tritt an die Stelle von Tausch und Geld.
  • keine Entfremdung: Aktivitäten finden aufgrund intrinsischer Motivation (Selbstentfaltung, Lust am Tun und/oder an der Anerkennung durch andere etc.) statt, auf externe Anreize (Geld, Zwang) wird nach Möglichkeit verzichtet.
  • Kooperation + Selbstorganisation: die Menschen organisieren ihre Aktivitäten in freien Zusammenschlüssen („Projekten“), die ihre Ziele und innere Struktur selbst festlegen. Ist gar keine andere Verständigung mehr möglich, bleibt immer noch der Ausstieg („Forking“) als Fallback-Lösung.

Themen und Inhalte

Die Fragestellung zerfällt dabei in vier Stufen:

1. Was sind die Prinzipien Freier Software und Freier Inhalte?
(Schnelleinstieg: Vier FreiheitenCopyleftDoppelt freiFreie KooperationMotivationEntscheidungsstrukturen und -prozesseHackerethikSelbstentfaltung ...)
2. Wie lassen sich diese Prinzipien auf andere Bereiche übertragen?
(Schnelleinstieg: Freie HardwareFabber & Personal FabricatorFreie FunknetzeSoziale SoftwareOpen AccessFreie Erziehung & Freies Lernen ...)
3. (Wie) lässt sich auf diesen Prinzipien eine Freie Gesellschaft aufbauen?
(Schnelleinstieg: frei von Knappheit, ... – frei zu Selbstentfaltung, ... – Warum die FrageDer BegriffVerwandte Konzepte ...)
4. Wie könnte der Übergang zu einer solchen Freien Gesellschaft aussehen?
(Schnelleinstieg: Gradueller ÜbergangMischformenGeld verdienenAlternative LebensformenUrheber- und Nutzerrechte ohne künstliche KnappheitGrundversorgungGrundeinkommen ...)

In diesem Wiki sollten nicht nur diese Fragen diskutiert werden, sondern vor allem auch der Stand der Diskussion in Form eines Nachschlagewerkes bzw. Lehrbuchs in Echtzeit dokumentiert werden. So wird für Neueinsteiger ein schneller Einstieg möglich. Ferner bringt die beste Diskussion nichts, wenn keine Ergebnisse festgehalten werden oder diese im Rauschen untergehen.

Ergänzend kommen die Fragen hinzu, was man von Freier Software lieber nicht lernen bzw. übernehmen will und welche blinden Flecke es im Bereich Freier Software und Freier Inhalte gibt, die noch nicht oder unzureichend beleuchtet wurden (z.B. Gender). Zudem muss sich eine Freie Gesellschaft daran messen lassen, dass sie niemand ausgrenzt oder zurücklässt oder bestehende Unfreiheiten fortführt. Deshalb umfassen die relevanten Themen auch

Blinde Flecke und weitere Aspekte
(Schnelleinstieg: Blinde FleckeDigital DivideEmanzipation benachteiligter und unterdrückter GruppenPraktische Freiheit ...)

Neben diesen inhaltlichen orientierten gibt es noch einige

Strukturelle Einstiegspunkte
(Schnelleinstieg: BuchtippsAktuelle EreignisseGlossarInfotextÜbersetzungs-Werkstatt)

Relevanz

Willkommen sind alle Themen und ernstgemeinten Standpunkte, die mit der Fragestellung des Projektes etwas zu tun haben. Idealerweise sollte jeder Artikel eine kurze Erklärung enthalten, worin der Zusammenhang zur Fragestellung besteht.

Unpassende Inhalte

  • Konzepte, die schon im Ansatz gegen die oben genannten Grundprinzipien verstoßen (z.B. Tauschringe, Alternativwährungen, ...), sollten hier nicht entwickelt werden. Eine kritische Analyse solcher Konzepte ist natürlich möglich, aber nicht Kern des Projekts.
  • Eine Gesellschaft, in der Menschen diskriminiert oder verachtet werden, kann keine freie sein. Rassistische, antisemitische, sexistische oder anderweitig diskriminierende oder menschenverachtende Aussagen werden in diesem Wiki nicht geduldet.
  • Methodisch sind uns kritisches Denken und Hinterfragen wichtig, gemäß dem Grundprinzip der Aufklärung: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ Esoterische und religiöse Positionen wird es in einer Freien Gesellschaft weiterhin geben, aber in diesem Wiki sind sie fehl am Platz.