Freie Texte

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Freie Texte im Sinne der vier Freiheiten sind Texte, die analog zu Freier Software folgende vier Freiheiten aufweisen:

  • die Freiheit, sie zu jedem beliebigen Zweck zu nutzen,
  • die Freiheit, sie zu studieren,
  • die Freiheit, sie zu verändern, sowie
  • die Freiheit, sie zu kopieren und zu verbreiten, auch in veränderter Form.

Die Präsentationsform reicht dabei von unformatierten Textdateien zu druckfähigen Vorlagen oder gedruckten Büchern. Andere Bezeichnungen sind Freie Literatur oder Freie Bücher. Der Überbegriff für Freie Texte ist Freie Inhalte.

Die größte Sammlung Freier Texte ist derzeit die Freie Enzyklopädie Wikipedia (weitere Projekte siehe unten).

Lizenzgewirr

Freie Texte werden momentan vorwiegend unter folgenden Lizenzen verbreitet:

Diese Lizenzen sind größtenteils untereinander inkompatibel, d.h. ein Werk unter der GFDL kann nicht mit einem unter der GPL lizensierten kombiniert werden.

Desweiteren werden Freie Texte teilweise auch in die Public Domain gestellt, was zu allem kompatibel ist.

Offline-Verbreitung

Neben der Verbreitung im Internet ist analog zu Freier Software auch die Offline-Verbreitung möglich. Diese kann in Form gedruckter Bücher oder auf Datenträgern erfolgen.

Verlage

Da die Bücher von jedem nachgedruckt werden dürfen, können und sollen ihre Exemplare von mehreren Anbietern hergestellt werden. Hier ist jedoch ein Problem mit ISBN vorprogrammiert. ISBN hat eine starre Aufteilung nach Verlagen. Da die freie Kopierbarkeit ermöglicht, dass das gleiche Buch von vielen Anbietern gedruckt werden kann, erscheint die ISBN nicht als sinnvolles System zur Kennzeichnung Freier Texte. Sinnvoller erscheint ein System, das die digitalen Druckvorlagen eindeutig bezeichnet.

Neben der Herstellung und Verbreitung durch Verlage ist ebenso eine Herstellung in Bibliotheken, Copy-Shops o.ä., sowie zu Hause mit dem eigenen PC denkbar.

Herstellung zu Hause

Vorlagen im PS- oder PDF-Format können mit haushaltsüblichen Druckern selbst gedruckt werden. Zum Vergrößern oder Verkleinern der Vorlagen, sowie zum Umsortieren der Seiten existiert Freie Software. Der Tintenverbrauch entspricht beim Ausdrucken ca. 10 ml auf 100 DIN-A5-Seiten. Zum Befüllen des Druckers eignen sich auch manche Sorten Füllfederhaltertinte, die relativ preiswert in Literflaschen erhältlich sind.

Mittels Klemmbindung lassen sich Bücher leicht selbst binden, indem ein Stapel von bis zu ca. 150 Blättern im Klemmbinder festgeklemmt wird. Dieser ähnelt einem Hardcover-Einband und ist ferner wiederverwendbar: momentan nicht benötigte Stapel können wieder ausgeheftet und durch andere ersetzt werden. Auch lassen sich einzelne, beschädigte Seiten auswechseln oder der gesamte Stapel in einen Kopierer mit Blattstapeleinzug einlegen.

Wikipedia

Die Wikipedia hat inzwischen ein enormes Ausmaß angenommen. Ein Ausdruck eines Buches dieser Größenordnung wäre teuer, platzraubend und schnell veraltet, d.h. nur sehr eingeschränkt benutzbar. Deshalb dürfte die Offline-Nutzung in digitaler Form meist sinnvoller sein – die komplette Wikipedia kann heruntergeladen oder auf DVD erworben werden.

Um die Offline-Nutzung auch ohne PC-Zugang zu ermöglichen, könnte ein mit Freier Software betriebenen eBook-Reader verwendet (bzw. erstmal entwickelt!) werden – siehe Wikipedia:Unterwegs zu den derzeit vorhandenen Möglichkeiten. Zudem sind Zusammenstellungen zu bestimmten Themen als Reader oder Taschenbuch verfügbar.

Links

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